Mautstraßen in Deutschland: Wo müssen Sie als PKW-Fahrer bezahlen?
Margarete Hoffmann
16 März 2026
Mautstraßen in Deutschland: Wo müssen Sie als PKW-Fahrer bezahlen?
Einleitung
Viele Autofahrer denken, dass Mautgebühren für PKW in Deutschland der Vergangenheit angehören. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum! Tatsächlich gibt es auch heute noch kostenpflichtige Straßen und Tunnel, für die Sie als PKW-Fahrer zur Kasse gebeten werden. Diese versteckten Kosten können Ihre Reiseplanung erheblich beeinflussen und unerwartete Ausgaben verursachen.
In diesem umfassenden Guide erfahren Sie alles über die aktuellen Mautstraßen in Deutschland, wie das Bezahlsystem funktioniert und wie Sie sich optimal auf kostenpflichtige Strecken vorbereiten können.
Die wichtigsten mautpflichtigen Strecken in Deutschland
Tunnel und Brücken mit Mautpflicht
Die meisten kostenpflichtigen Strecken in Deutschland sind Tunnel und Brücken, die aufgrund ihrer besonderen Bauweise und hohen Instandhaltungskosten eine Nutzungsgebühr erheben:
Warnowtunnel in Rostock:
- Mautgebühr: 2,50 € für PKW
- Länge: 790 Meter
- Verbindet die Rostocker Innenstadt mit dem Stadtteil Gehlsdorf
- Bezahlung: Bar oder EC-Karte an der Mautstation
- Mautgebühr: 1,00 € für PKW
- Länge: 1.100 Meter
- Unterquert die Trave
- Wichtiger Hinweis: Nur Bargeld wird akzeptiert
- A6 Teilstück bei Heilbronn (geplante Privatisierung)
- Bestimmte Brückenabschnitte auf verschiedenen Autobahnen
- An allen Mautstationen akzeptiert
- Wechselgeld wird in der Regel ausgegeben
- Empfehlung: Passend bezahlen spart Zeit
- Nicht überall verfügbar
- Modernere Anlagen akzeptieren kontaktlose Zahlung
- Achtung: Manche Tunnel akzeptieren nur Bargeld
- Apps wie PayPal oder Apple Pay
- Noch nicht flächendeckend verfügbar
- Tendenz steigend
- Monatskarten für Pendler
- Rabatte bei häufiger Nutzung
- Schnellere Durchfahrt ohne Stopp
- Regelt die Maut für LKW auf Autobahnen
- PKW-Maut wurde 2019 vom EuGH gestoppt
- Ausnahmen für spezielle Bauwerke bleiben bestehen
- Einzelne Bundesländer können eigene Regelungen erlassen
- Betrifft hauptsächlich Tunnel und Brücken
- Kommunale Sonderregelungen möglich
- Elektrofahrzeuge (teilweise)
- Fahrzeuge mit Behindertenausweis
- Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst
- Motorräder (bei den meisten Strecken)
- Navigationssysteme mit Maut-Vermeidung nutzen
- Umfahrungsmöglichkeiten erkunden
- Zeit-Kosten-Verhältnis abwägen
- Mautkosten in die Reisekalkulation einbeziehen
- Bargeld für ältere Mautstationen mitnehmen
- Bei Geschäftsreisen: Belege sammeln (steuerlich absetzbar)
- `ADAC Maps`: Zeigt mautpflichtige Strecken an
- `Google Maps`: Mautoptionen in den Einstellungen
- `Waze`: Community-basierte Mautinformationen
- Maut-Rechner der verschiedenen Betreiber
- Verkehrsministerium-Websites der Bundesländer
- ADAC-Routenplaner mit Kostenaufstellung
- Umweltzonen mit Gebühren
- Staugebühren nach Londoner Vorbild
- Pilotprojekte in Hamburg und München geplant
- Vollautomatische Erfassung ohne Stopp
- Integration in Fahrzeug-Infotainment
- Blockchain-basierte Abrechnungsmodelle
- Grenzüberschreitende Kompatibilität
- Standardisierte Bezahlsysteme
- Umweltorientierte Tarifgestaltung
- [ ] Route auf mautpflichtige Strecken prüfen
- [ ] Bargeld für Mautstationen einpacken
- [ ] EC-Karte/Kreditkarte funktionsfähig?
- [ ] Alternative Routen recherchieren
- [ ] Mautkosten ins Reisebudget einkalkulieren
- [ ] Geschwindigkeit vor Mautstationen reduzieren
- [ ] Richtige Fahrspur wählen (PKW/LKW)
- [ ] Quittungen für Geschäftsreisen aufbewahren
- [ ] Bei Problemen: Notfallnummer des Betreibers
- Falsche Fahrspur: LKW-Spuren haben andere Tarife
- Kein Bargeld: Nicht alle Stationen akzeptieren Karten
- Zeitdruck: Mautstationen benötigen zusätzliche Zeit
- Unkenntnis der Befreiungen: Elektroautos oft günstiger
Herrentunnel in Lübeck:
Private Autobahnabschnitte
Einige Autobahnabschnitte werden von privaten Betreibern verwaltet und erheben daher Mautgebühren:
Expertentipp: Informieren Sie sich vor längeren Fahrten über mögliche Mautkosten auf Ihrer Route. Apps wie “Maut-Rechner Deutschland” können dabei hilfreich sein.
Bezahlsysteme und Zahlungsmethoden
Akzeptierte Zahlungsmittel
Die Bezahlsysteme variieren je nach Betreiber erheblich:
Bargeld:
EC-Karte/Kreditkarte:
Mobile Bezahlung:
Automatische Bezahlsysteme
Einige Betreiber bieten Prepaid-Karten oder Abonnements für Vielnutzer an:
Rechtliche Grundlagen und Besonderheiten
Gesetzliche Regelungen
Die Mauterhebung für PKW in Deutschland basiert auf verschiedenen rechtlichen Grundlagen:
Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG):
Landesgesetze:
Ausnahmen und Sonderregelungen
Bestimmte Fahrzeuge sind von der Mautpflicht befreit:
Wichtiger Hinweis: Die Befreiungsregelungen sind nicht einheitlich und können je nach Betreiber variieren.
Tipps für die Reiseplanung
Routenplanung mit Mautkosten
Kostenlose Alternativen prüfen:
Budget einplanen:
Technische Hilfsmittel
Nützliche Apps:
Online-Tools:
Zukunft der PKW-Maut in Deutschland
Aktuelle Entwicklungen
Obwohl die allgemeine PKW-Maut gescheitert ist, gibt es weiterhin Diskussionen über:
City-Maut in Großstädten:
Digitale Bezahlsysteme:
Europäische Harmonisierung
Die EU arbeitet an einer einheitlichen Mautregelung:
Praktische Checkliste für Autofahrer
Vor der Fahrt:
Während der Fahrt:
Häufige Fehler vermeiden
Die größten Stolperfallen:
Profi-Tipp: Laden Sie die Apps der Mautbetreiber herunter. Viele bieten Push-Benachrichtigungen über Störungen oder Tarifänderungen.
Fazit
Mautstraßen für PKW sind in Deutschland zwar die Ausnahme, aber sie existieren nach wie vor. Eine gründliche Reiseplanung hilft dabei, unerwartete Kosten zu vermeiden und die optimale Route zu finden. Die Digitalisierung der Bezahlsysteme schreitet voran, dennoch sollten Sie immer Bargeld für ältere Mautstationen dabei haben.
Die Entwicklung geht eindeutig in Richtung umweltorientierter Mautmodelle und digitaler Bezahlsysteme. Elektrofahrzeuge werden zunehmend bevorzugt behandelt, was ein zusätzlicher Anreiz für den Umstieg auf emissionsfreie Mobilität darstellt.
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